Zahngesundheit beim Pferd

Als Pflanzenfresser hat das Pferd Zähne, die einem ständigen massiven Mahlvorgang von eher hartem Futter ausgesetzt sind. Um diese Abnutzung auszugleichen, werden sie zeitlebens weiter aus dem Kiefer in Richtung Mahlfläche vorgeschoben.

Da die Oberkieferzahnreihen weiter auseinanderstehen als die des Unterkiefers, bleiben vor allem an der Aussenkante der Oberkieferbackenzähne und an der Innenkante der Unterkieferbackenzähne sogenannte Haken stehen, die das Pferd beim Kauen aber auch beim Reiten stören und ggf. sogar die Schleimhaut verletzen können…

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Dr. Friedemann Reichert
Infektiöse Anämie

Die “Infektiöse Anämie der Einhufer” ist eine durch Viren verursachte Tierseuche, die bei Pferden (und allen anderen Einhufern wie Eseln, Maultieren, Mauleseln und Zebras) auftreten kann und vor allem durch Insektenstiche übertragen wird.

Aufgrund ihrer Gefährlichkeit ist bereits der Verdacht der Erkrankung eines Patienten anzeigepflichtig, d.h. unverzüglich dem jeweils zuständigen Veterinäramt mitzuteilen…

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Dr. Friedemann Reichert
Wann ist ein Pferd ein “Schlachtpferd”?

Laut Gesetz ist jedes Pferd grundsätzlich als (potentielles) Schlachtpferd anzusehen.

Damit ist Besitz bzw. die Haltung von Pferden vom Gesetzgeber generell als Produktion von Lebensmitteln tierischer Herkunft eingestuft und wird rechtlich genauso wie jede Kälbermast, Schweinezucht oder Legebatterie behandelt…

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Dr. Friedemann Reichert
Kennzeichnungspflicht nach EU-Verordnung 504/2008

Besitzer diesjährig geborener Fohlen waren die ersten, die sich unmittelbar mit den Auswirkungen der EU-Verordnung 504/2008 auseinandersetzen mussten.

Zur Eintragung ihrer Fohlen mussten diese zuerst eine Betriebsnummer beantragen und bekamen dann einen Transponder zum Chippen ihrer Fohlen zugesandt. Nach erfolgter Kennzeichnung (i.d.R. durch den Haustierarzt)  erhält jedes Fohlen seinen Equidenpass, der ihn lebenslang begleitet…

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Dr. Friedemann Reichert
Herpes-Infektionen

Aus aktuellem Anlass: Equine Herpes-Viren (EHV) sind weltweit verbreitet. In Deutschland haben mindestens 70% der Pferde nachweislich Kontakt mit EHV gehabt. Diese Viren, bei denen man 5 verschiedene Serotypen (EHV 1,2,3,4,5) unterschiedet, sind für unterschiedliche Krankheitsbilder verantwortlich:

  • fieberhafte (meist eher milde verlaufende) Atemwegserkrankungen

  • seuchenhafte Aborte in Gestüten

  • Trübungen an der Hornhaut von Pferdeaugen

Am gefürchtesten ist ein schwere Erkrankungsform…

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Dr. Friedemann Reichert